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Feuertanz

Es gleicht dem Tanze um ein Feuer,
bemüht es stets nicht zu erregen.
Ein Hauch, ein Wisch, ein dumpfer Ton,
zerreißt den Wille, macht ihn stumm.

Die Vorsicht ist ein innerster Wunsche,
nur nach mehr Frieden, nach mehr Licht.
Gebannt, geschürt, in Angst umwickelt,
nur der Erhalt ist was jetzt zählt.

Dann einer kommt, ganz unbedacht,
und sagt ein Ton, sagt ein Wort.
Das Feuer wirft sich auf ihn nieder,
bricht heraus und lodert, tobt.

Alle tanzen auf und ab,
sagen Zartes, mildes Lieb.
Unbeschwert im reinen Herzen,
ist alles war einander fehlt.

Das Feuer wirkt bedrohlich groß,
bekümmert klein zu gleicher Zeit.
Es wimmert, zittert, löscht sich aus,
und ruft zum Tanze um sich auf.

Ein neuer Tanz beginnt zugleich,
müde Knochen, schwacher Blick.
Das Feuer flackert in sich ruhend,
die anderen strampeln, wirken bleich.

Die Tänzer fallen still zu Boden,
erschöpfte Herzen, wirrer Geist.
Die Stille können sie nun spüren,
sind nun stumm und laut zugleich.

Nur der Erhalt ist jetzt ihr Wunsche,
von Frieden, Licht und Freudenspiel.
Ein Kreisen um die innerste Mitte,
nur der Moment, nur das Gefühl.

© Annika Kagermaier 2021


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